Die Christuskirche

Mose, Christus und Johannes der Täufer auf den Fenstern des Altarraums, entworfen von Walter Klocke, 1950
Gang nach Emmaus („Die Hoffnung“), Gemälde von Rudolf Schäfer aus der Gefallenenehrung, 1924

Die evangelische Christuskirche in Gelsenkirchen–Bismarck, erbaut von 1899 bis 1901 im neugotischen Stil, erlebte eine wechselvolle Geschichte: zwei Weltkriege, die fast komplette Zerstörung durch Fliegerbomben 1944, baufälligkeitsbedingte Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen – all das hat das historische Gebäude überstanden und ist seit mehr als einem Jahrhundert ein unverzichtbarer, lebendiger Bestandteil des Stadtteils – als Gottesdienststätte und als Ort vielfältiger Begegnungen.
Von außen präsentiert die Christuskirche sich heute, abgesehen von der fehlenden Kirchturmspitze, noch fast vollständig in ihrer einstigen Pracht während das Innere hauptsächlich durch vereinfachte Wiederaufbaumaßnahmen der 1950er Jahre geprägt ist. Passionsgemälde aus dem Jahr 1924 und figürlich geschmückte Bleiglasfenster von 1950 geben dem Innenraum seine unverwechselbare Prägung.
 


Der Förderverein

Die Christuskirche in den 1920er Jahren, Archivfoto
Die Christuskirche im Sommer 2011 Foto: Fabian Ritgen
Historische "Events" in der Christuskirche:
Führung von Baumeister Friedrich Friese im Jahr 1901...
...und Schreiben mit dem Federkiel in einer mittelalterlichen Klosterschreibstube.

Damit dieses schützenswerte Baudenkmal zukunftsfähig bleibt und für kommende Generationen erhalten wird, unterstützt seit 2006 der Förderverein der Christuskirche die Kirchengemeinde bei allen hierzu notwendigen Maßnahmen, setzt aber auch eigene Akzente. Zweck unseres Vereins ist die ideelle, finanzielle und praktische Förderung der Christuskirche. Diese Arbeit hat viele Aspekte:


Wir beteiligen uns finanziell an Restaurierungs- und Umbaumaßnahmen innen und außen. Kleinere Projekte wie die Aufarbeitung der schönen Kirchenbänke tragen wir sogar allein. Doch auch größere Vorhaben wie die Sanierung des Kirchturms 2009 konnten mit unserer Hilfe bereits realisiert werden.


Wir befassen uns aber auch mit der Geschichte unserer Kirche und ihrer Kunstwerke. Hintergründe z. B. zur Entstehung der deutschnational aufgeladenen „Kriegerehrung“ (1924) für die Gefallenen des I. Weltkriegs, die ebenso historisch interessant wie theologisch problematisch ist werden erforscht, aufgearbeitet und in Ausstellungen und Druckschriften vermittelt.
Nicht zuletzt erfüllen wir den Kirchenraum mit Leben: Ausstellungen von Kunst und Fotografie, Vorträge, Filmabende – all das gehört zu unserem vielfältigen Veranstaltungsprogramm. Beliebt ist auch unsere jährliche Teilnahme am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“: Oftmals erwecken wir hier vergangene Zeiten mit Inszenierungen und Gewändern zum Leben, bieten Mitmachaktionen für Jung und Alt und Kaffee und Kuchen im gemütlichen Kirchcafé. So haben wir für fast jeden Geschmack etwas dabei.
Und Sie?
Sie wurden in der Christuskirche getauft, konfirmiert oder haben hier geheiratet? Sie fühlen sich ihr durch Jugenderinnerungen oder andere Beziehungen verbunden? Oder Sie sind einfach der Meinung, dass diese schöne Kirche aus dem Stadtteil nicht wegzudenken ist? Dann sind Sie bei uns richtig! Unterstützen Sie uns durch Ihre Mitgliedschaft, Ihr Engagement oder eine Spende. Jede Form der Hilfe ist willkommen. Und: Die Mitgliedschaft ist nicht an Konfession oder Gemeindezugehörigkeit gebunden – wir sind offen für alle, denen die Erhaltung des Gebäudes am Herzen liegt!


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Veranstaltungen in
der Bleckkirche