Gemeindeleben trotz(t) Corona

Leben mit Corona

Das kirchliche Leben in schwierigen Zeiten

Darauf zu warten, dass es irgendwann einmal wieder so wird, wie es vor Corona war, bringt nichts.
Darum kommt es für uns alle darauf an, eine gute Balance zu finden zwischen dem Schutz vor Infektion und einem kirchlichen Leben, das den Namen auch verdient.
Ein gelungenes Beispiel einer solchen Balance sind die Gelsenkirchener Swingphoniker e. V..
Um die Chorgemeinschaft auch in dieser Krise zu erhalten, haben sie ein eigenes Hygiene – Konzept erarbeitet und vom Gesundheitsamt der Stadt Gelsenkirchen genehmigen lassen.
Das Hygiene – Konzept geht aus von der jeweiligen Corona – Schutzverordnung und ermöglicht doch gemeinsame Proben des Chores.

Lutz Peller, der Leiter des Chores, berichtet uns im Interview von der Herausforderung, aber auch von der Notwendigkeit, mit der Situation umzugehen.

 


Norbert Deka:
Lieber Lutz, warum ist es gut und wichtig, auch unter den schweren Bedingungen der Corona – Auflagen Chorproben zu machen?

Lutz Peller:
Das gemeinsame Singen ist für uns Sängerinnen und Sänger der "Swingfoniker" ein bedeutender Teil unseres Alltags geworden. Der Chor mit den Proben und Konzerten ist für viele seit Jahren und Jahrzehnten ein Ort, an dem Gemeinschaft und Gesang einfach gut tun, verbinden und wohltuende Spuren hinterlassen. Unzählige Male hat es sich gezeigt: Wenn Arbeit und schwierige Alltagsumstände, kräfteraubende Pflichten und individueller Ärger den "persönlichen Akku" belasten, wirken gerade das Singen und die Gemeinschaft immer wieder wie eine gute Ladestation. Das Miteinander und die Musik helfen aufzutanken, sie tragen dazu bei, neue gute Perspektiven zu gewinnen und "Krämpfe in Kopf und Herz" zu lösen.

Auch wenn in unseren aktuellen Tagen manche hohe Hürde überwunden werden muss und Proben "auf der grünen Wiese" sicher ungewöhnlich sind: Wir erleben gerade in diesen merkwürdigen Zeiten, wie wichtig Zusammensein und Singen sind. Es kostet Kraft und erfordert Ideen, die Hygienevorschriften umzusetzen. Aber es lohnt sich! Die Probenzeit schenkt neue Energie, es macht froh und auch immer wieder ein bisschen stolz, gemeinsam unterwegs zu sein und miteinander etwas richtig Schönes zu schaffen. Wir wissen nicht, wie lange noch Einschränkungen unsere Lebensabläufe bestimmen. Aber wir sind uns sicher, dass wir gerade durch das gemeinschaftliche Musizieren etwas tun, um mit den Einschränkungen besser zu leben, raus zu kommen aus mancher Enge und im Blick zu behalten: mit dem Anderen und mit Musik ist das Leben bunter und froher. Wir dürfen nicht stumm werden, gerade nicht dann, wenn uns der Alltag besonders fordert.

Norbert Deka:
Welche Pläne habt Ihr als Chor bis zum Jahresende?

Lutz Peller:
Wir wünschen uns natürlich, dass unsere Gesellschaft "das Virus in den Griff kriegt" und wir uns einfach wieder näher kommen dürfen. Wir wissen dabei nicht, was wird. Wie dem auch sei: Wir möchten unter allen sich ergebenden Umständen mit der gebotenen Vorsicht und in aller Verantwortung so viel gemeinsame muskalische Zeit verbringen, wie möglich. Und erste Ideen blühen bereits, auch wieder im Rahmen des Möglichen für Menschen zu singen. Es wäre wunderbar, wenn vor Jahresende kleine "öffentliche Proben" oder kleine Konzertformate verwirklicht werden können. Unser erstes Ziel ist es jedoch, als singende Gemeinschaft zusammenzuhalten und in den kommenden Wochen und Monate mit Optimismus und Kraft das zu tun, was uns verbindet und motiviert: Singen.

 


Das Interview führte Norbert Deka. Wir danken Lutz Peller und den Gelsenkirchener Swingphonikern für die Bereitschaft, darüber zu berichten.
Das Bild zeigt den Chor bei einer Open-Air-Probe.

Auch andere Gruppen und Kreise beginnen nun wieder ihrer Arbeit: die Ev. Jugend, die Frauenhilfen und auch Konfirmandenunterricht laufen nun wieder an. Die Arbeit der Gruppen des Blauen Kreuzes Haverkamp lief in der Vergangenheit Gott sei Dank ununterbrochen weiter.

Das Presbyterium der Kirchengemeinde hat schon seit Mai 2020 ein Hygienekonzept, das das Feiern von Gottesdiensten regelt und es Gruppen und Kreisen ermöglicht, Corona – gerecht ihre Treffen zu organisieren.
Dazu gehören die Maske, der Abstand, das Händewaschen und die Desinfektion.
Jedes Gruppentreffen wird mit einer Anwesenheitsliste festgehalten, um die Rückverfolgung bei einer etwaigen Infektion möglich zu machen.
Eine Arbeitsgruppe „Corona“ passt dieses Hygienekonzept regelmäßig an die jeweils geltenden Corona – Schutzverordnungen an und hat auch einen Blick darauf, wann möglicherweise wieder fast alle Aktivitäten zur Eindämmung des Virus stillzulegen sind.
Die kirchliche Arbeit wird weiter durch das Corona – Virus bestimmt werden.
Wir müssen uns auf die Möglichkeit von Infektionen überall da einstellen, wo Menschen sich begegnen.
Kirchliche Arbeit lebt von der Begegnung von Menschen.
Wir werden Schritt für Schritt mit dem Virus leben lernen.
Die nächste große Herausforderung steht schon vor der Tür: die Weihnachtszeit.

"Zerstörung - Befreiung - Wiederaufbau:
Die Kirchengemeinde Bismarck von 1940 bis 1950"

 


Hier findet sich der Internetauftritt einer Ausstellung des Fördervereins der ev. Christuskirche über die Bismarcker Gemeinde im Zweiten Weltkrieg, die Befreiung durch US-Truppen 1945 sowie die Zerstörung und den Wiederaufbau der Christuskirche.

Die Ausstellung ist auch "in echt" vom 13. September bis 20. Dezember in der Christuskirche zu besichtigen.

Unsere Osterkerzen werden angezündet:

Mittagstisch

Fördervereine

Musik an der Nicolai-Kirche

Veranstaltungen in
der Bleckkirche